Medien der Sorge

In MEDIEN DER SORGE geht es um Praktiken und Techniken des Kümmerns und der Besorgnis, aber auch um Politiken von Affekten, Formen der Regierung und ihre Verschränkungen. Gouvernementale und ökonomische Aspekte von Medien- und Affektkulturen der Sorge, von Effekten der Regulierung sowie Kontrolle stehen ebenso zur Diskussion wie Praktiken des Schutzes, der Pflege und der Verwerfung. In Verbindung mit dekolonialen und queer-feministischen Ansätzen ermöglicht es die medienkulturwissenschaftliche Perspektive auf Praktiken und Medien der Sorge, deren politische Dimension in historischen, technischen und ästhetischen Konstellationen je neu zu bestimmen und zu problematisieren.

24 (1/2021): Medien der Sorge
Aus dem Inhalt:

Black Power Naps – Die Kantine als Bühne – Corona und Care – Ambivalenzen des Yoga – Universitäres Livecycle-Management – Schreiben für Suchmaschinen – Ein, zwei, viele Anthropozän? 

 

Bild: Produktionsstills von «Heute gehe ich allein nach Hause», Regie: Daniel Ribeiro, BR 2014 

Aus den Blogs

Open-Media-Studies-Blog

Der Open-Media-Studies-Blog hat im Mai 2021 seinen dritten Geburtstag gefeiert. Anlässlich dieses Jubiläums möchte sich der Open-Media-Studies-Blog sowohl inhaltlich als auch personell erweitern. Vorschläge für neue Beiträge oder Sonderreihen sind weiterhin willkommen!

9. August 2021
Open-Media-Studies-Blog

In unserem Beitrag «Die Medienwissenschaft im Lichte ihrer methodischen Nachvollziehbarkeit» haben wir (Laura Niebling, Felix Raczkowski, Maike Sarah Reinerth und Sven Stollfuß) dazu aufgerufen, über «gegenstandsbezogene Methoden und Ansätze» zu sprechen. Hierzu haben wir im Verlauf des vergangenen Jahres die Sonderreihe zu «Digitale Medien und Methoden» im Open-Media-Studies-Blog kuratiert. Diese sollte in Vorbereitung auf ein von uns geplantes Handbuch Digitale Medien und Methoden zu einer offenen Methodendiskussion im Fach beitragen. 

27. Juli 2021
Gender-Blog

Das ‹Ereignis Corona› ist nicht nur eine medizinische, sondern auch eine gedankliche und emotionale bzw. affektive Herausforderung für die Gesellschaft. Denn Krankheiten und insbesondere Seuchen werden, wie Isabell Lorey bemerkt, «nicht nur als Gefährdung des individuellen Körpers, sondern immer auch als Bedrohung von Gemeinschaften wahrgenommen.» Die Pandemie als biopolitisches Ereignis hat eine mediale Sinngebungsmaschine in Gang gesetzt.

17. Juni 2021
Open-Media-Studies-Blog

This is Part 3 of a three-part blog entry that recapitulates the conceptual background as well as the six presentations and respective discussions of the online workshop «Into the Wild? Film Studies and Transitions into ‹Openness›»; a workshop which was held as a collaboration between the Center for Advanced Film Studies, Cinepoetics, and the Scholarly Interest Group Open Media Studies in early February 2021.

26. Mai 2021
Open-Media-Studies-Blog

This is Part 2 of a three-part blog entry that recapitulates the conceptual background as well as the six presentations and respective discussions of the online workshop «Into the Wild? Film Studies and Transitions into ‹Openness›»; a workshop which was held as a collaboration between the Center for Advanced Film Studies, Cinepoetics, and the Scholarly Interest Group Open Media Studies in early February 2021.

19. Mai 2021
Open-Media-Studies-Blog

This three-part blog entry recapitulates the conceptual background as well as the six presentations and respective discussions of the online workshop «Into the Wild? Film Studies and Transitions into ‹Openness›»; a workshop which was held as a collaboration between the Center for Advanced Film Studies, Cinepoetics, and the Scholarly Interest Group Open Media Studies in early February 2021.

11. Mai 2021

Online

Buchbesprechung

Elena Vogmans Studie Dance of Values: Sergei Eisenstein’s Capital Project (2019) widmet sich dem Zusammenhang avantgardistischer (Form-)Experimente und dem unter dem neuen medialen Regime der 1920er Jahre expandierenden Kapital. Nicht ohne Grund mag der rund dreihundert Seiten starke Band in der Reihe Think Art bei diaphanes erschienen sein – einer Reihe, die sich dem ‹kulturtheoretischen Potential ästhetischer Prozesse› widmet

30. Mai 2021
Buchbesprechung

Mit Experimental Film and Photochemical Practices hat die Filmwissenschaftlerin Kim Knowles (Aberystwyth University) eine sachkundige Studie zum praxeologischen und medienästhetischen Potenzial fotochemischer Verfahren in rezenten filmkünstlerischen Praktiken vorgelegt.

30. Mai 2021
Buchbesprechung

Berlin, Jahreswechsel 2020/21. Über Kreuzberg, Neukölln und Mitte kreisen Polizeihubschrauber und kreieren bereits lange vor Mitternacht einen subtilen, aber kaum zu ignorierenden sicherheitstechnischen Surround, der auch auf affektiver Ebene Pandemieeindämmung und innerstädtische Aufstandsbekämpfung miteinander verquickt.

11. April 2021

Vorschau

Call for Papers

Ähnlich wie im gesellschaftlichen Diskurs sind Geschichte, Akteur_innen, Herkunftsberichte und die Rede von der DDR auch in der deutschsprachigen Medienwissenschaft unterrepräsentiert. Diese Distanz zur DDR verwundert. Schließlich stellen medienwissenschaftliche Zugänge an materiellen Arrangements ansetzende Beobachtungsformen bereit, die politische, bürokratische und ökonomische Ordnungen, erlebte Zugehörigkeiten oder gegenwärtige Praktiken des Erinnerns und Vergessens erfassen. Auch die historiografischen Modelle der Medienwissenschaft sind geeignet, differenzierte Recherchen zur Alltagskultur, Geschichte und Überlieferung der DDR anzuleiten, insofern sie keine lineare Entwicklung suchen, sondern das Vergangene in Übertragungsereignissen verzeichnen. 

Texteinreichungen bis Ende Februar 2022
ZfM 27, erscheint im September 2022
Heftvorschau

Die Auseinandersetzung mit Rassismus darf auch in der Medienwissenschaft keinen Halt vor der eigenen Forschungskultur machen und kann nicht nur auf Forschungsberichte oder -ergebnisse begrenzt sein. Sie muss antirassistische Praxis werden. Der Schwerpunkt von Heft 26 wird daher kein Lagebericht. Wir gehen bei seiner Gestaltung von der Beobachtung des Widerspruchs aus, dass in einer kulturwissenschaftlich verbürgten und sich auch als Meta-Wissenschaft verstehenden Medienwissenschaft, die so umfassend dekonstruiert, dass sie kaum eine ontologische, epistemologische oder gar onto-epistemologische Prämisse unangetastet lässt, kritische Diversität zu kurz kommt. 

Abstracteinreichungen bis Ende Mai 2021
ZfM 26, erscheint im April 2022