Medien der Sorge

In MEDIEN DER SORGE geht es um Praktiken und Techniken des Kümmerns und der Besorgnis, aber auch um Politiken von Affekten, Formen der Regierung und ihre Verschränkungen. Gouvernementale und ökonomische Aspekte von Medien- und Affektkulturen der Sorge, von Effekten der Regulierung sowie Kontrolle stehen ebenso zur Diskussion wie Praktiken des Schutzes, der Pflege und der Verwerfung. In Verbindung mit dekolonialen und queer-feministischen Ansätzen ermöglicht es die medienkulturwissenschaftliche Perspektive auf Praktiken und Medien der Sorge, deren politische Dimension in historischen, technischen und ästhetischen Konstellationen je neu zu bestimmen und zu problematisieren.

24 (1/2021): Medien der Sorge
Aus dem Inhalt:

Black Power Naps – Die Kantine als Bühne – Corona und Care – Ambivalenzen des Yoga – Universitäres Livecycle-Management – Schreiben für Suchmaschinen – Ein, zwei, viele Anthropozän? 

 

Bild: Produktionsstills von «Heute gehe ich allein nach Hause», Regie: Daniel Ribeiro, BR 2014 

Aus den Blogs

Gender-Blog

Ohne sechs Abweichlerinnen hätte es kein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gegeben – über Risiken, Kuchen und Mut.

16. Februar 2021
Gender-Blog

Schafft der Duden das generische Maskulinum ab?

28. Januar 2021
Gender-Blog

Maisha-Maureen Auma arbeitet zu Diversität in der Bildungsarbeit – hier gibt es Hinweise auf ihre intersektionalen Perspektiven für unsere wissenschaftliche Arbeit. Sowie ein Statement des FAM gegen die rechten Angriffe auf die Arbeit Aumas und der Gender Studies  insgesamt.

28. Januar 2021
Open-Media-Studies-Blog

Der vierzehnte und letzte Beitrag der Sonderreihe «Digitale Medien und Methoden» stammt von Monika Palmberger und beschäftigt sich mit der Erforschung digitaler Tagebücher Geflüchteter zwischen Medienwissenschaft, Sozial- und Kulturanthropologie.

26. Januar 2021
Open-Media-Studies-Blog

Der dreizehnte Beitrag der Reihe stammt von Thorben Mämecke und setzt sich mit der Diskursanalyse als Methode zur Untersuchung der Online-Kommunikation im Rahmen des Self-Tracking Diskurses auseinander.

25. Januar 2021
Open-Media-Studies-Blog

Der zwölfte Beitrag der Sonderreihe «Digitale Medien und Methoden» stammt von Elena Pilipets und beschäftigt sich mit visuellen und digitalen Methoden zur Untersuchung von Internet-Memes und deren Zirkulation in sozialen Netzwerken.

11. Januar 2021

Online

Buchbesprechung

Berlin, Jahreswechsel 2020/21. Über Kreuzberg, Neukölln und Mitte kreisen Polizeihubschrauber und kreieren bereits lange vor Mitternacht einen subtilen, aber kaum zu ignorierenden sicherheitstechnischen Surround, der auch auf affektiver Ebene Pandemieeindämmung und innerstädtische Aufstandsbekämpfung miteinander verquickt.

11. April 2021
Buchbesprechung

In einer Skizze zum kinematografischen Doppelgängermotiv artikuliert Béla Balázs die Fantasie, das eigene (bürgerliche) Leben zu führen und dieses gleichzeitig, über die filmische Imagination als ein_e Andere_r, zu durchbrechen: «Das Reizvolle der Doppelgängergeschichten liegt in der Möglichkeit, auch ein ‹anderes Leben› als das eigene leben zu können. Denn daß man nur ein Leben auf einmal leben kann, ist ein schweres Unrecht. Eingesperrt in mein Ich, werde ich nie erfahren, wie andere in die Augen anderer schauen, wie andere geküßt werden.

2. Dezember 2020
Web-Extra

Wie sich mit dem Corona-Virus die Funktionalität des Automobils und Ästhetik des Konzerts wandelten

Wer das Sido-Konzert verfolgt hat, dem fiel auf, dass eine oftmals totgesagte Technologie immer noch sehr lebendig ist: das Automobil. Etwa fünfhundert davon standen mit Konzertbesucher_innen darin vor der Bühne, blinkten und hupten. Es ist von Autokonzerten die Rede. Diesem aktuellen Phänomen, seinen Voraussetzungen und Bedingungen sollen in diesem Beitrag nachgegangen werden.

14. November 2020

Vorschau

Call for Papers

Die Auseinandersetzung mit Rassismus darf auch in der Medienwissenschaft keinen Halt vor der eigenen Forschungskultur machen und kann nicht nur auf Forschungsberichte oder -ergebnisse begrenzt sein. Sie muss antirassistische Praxis werden. Der Schwerpunkt von Heft 26 wird daher kein Lagebericht. Wir gehen bei seiner Gestaltung von der Beobachtung des Widerspruchs aus, dass in einer kulturwissenschaftlich verbürgten und sich auch als Meta-Wissenschaft verstehenden Medienwissenschaft, die so umfassend dekonstruiert, dass sie kaum eine ontologische, epistemologische oder gar onto-epistemologische Prämisse unangetastet lässt, kritische Diversität zu kurz kommt. 

Abstracteinreichungen bis Ende Mai 2021
ZfM 26, erscheint im April 2022
Heftvorschau

In digitalen Kulturen gewinnt Spielen eine gesellschaftliche Relevanz, die nicht mehr nur bedeutet, sich den Entgrenzungen neoliberaler Arbeitsformen oder der Verwertungslogik des Military-Entertainment-Komplex zu unterwerfen, sondern es auch ermöglicht, Widerstand gegen diese Machtformen zu leisten, alternative Zukünfte zu explorieren oder auch Strategien affektiver Mobilisierung zu entwickeln.

Texteinreichungen bis Ende Februar 2021
ZfM 25, erscheint im Oktober 2021