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Jedes Heft hat ein Schwerpunktthema, das von Gastredakteur*innen konzipiert und betreut wird. Die dazu eingereichten Beiträge durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren. Vorschläge für Schwerpunktthemen sind jederzeit an die Redaktion möglich. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu Einreichungen.

  • ZfM 36, erscheint im April 2027

    Heftvorschau

    Flüssige Epistemologien

    Welchen Beitrag können medienwissenschaftliche Perspektiven auf den liquid turn leisten? Und wie können sich umgekehrt die Medienwissenschaft und ihre methodischen Verfahrensweisen durch ein Denken mit Wasser selbst kritisch befragen? In Auseinandersetzungen mit Gewässern und Ozeanen wird eine Vielzahl von Diskursen über Ökologie, Klimagerechtigkeit, Extraktivismus, Hydrofeminismus und Relationalität zusammengeführt, die für die Medienwissenschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Perspektivverschiebung vom Trockenen zum Flüssigen wirft dabei epistemische, methodische, ästhetische und politische Fragen auf: Welche Herausforderungen stellen flüssige Epistemologien, insofern sie sich terrestrischen, auf festem Grund entwickelten Medien- und Wissensparadigmen widersetzen? Inwiefern werden sie zugleich allererst durch diese Paradigmen wahrnehmbar?

  • ZfM 37, erscheint im September 2027

    Call for Papers

    Cluster

    Das Wort «Cluster» bezeichnet Formen der Ver- und Ansammlung, es beschreibt Bedingungen der Bezogenheit und der Konstellation. In postdigitalen Zusammenhängen durchdringen die Logiken des Clusterings – sortiert nach Ähnlichkeit und dem Prinzip der Homophilie – ubiquitär sozio-technische Bedingungen. Von Hashtags und Bubbles bis zu algorithmisch segregierten Nachbarschaften formieren sich mediale Verdichtungen meist als Echokammern, die Polarisierungen einüben. Während diese diskriminierende Seite digitaler Netzwerke vielfach rezipiert wurde, bleibt die Frage nach anderen, auf Differenz, Konflikt und Ko-Relation basierenden Mustern offen.

    Der Schwerpunkt fragt nach Rekonfigurationen von Konnektivität und Kollektivität. Inspiriert von dekolonialen und Schwarzen feministischen Ansätzen sowie queeren Infrastrukturtheorien wollen wir den Clusterbegriff als elastische Denkfigur ausloten. Wie lassen sich existierende Werkzeuge zweckentfremden? Welche Rolle spielen ­Praxen des «Maschinenverlernens» oder der «Entnetzung»? Auf dem Spiel steht das Projekt eines Lebens in Differenz, das Konflikt und Angewiesenheit nicht ausschließt,­ sondern einen konstitutiven Wert zuspricht. 

    Wir suchen Beiträge, die das emanzipatorische Potenzial von Clustern in Vergangenheit und Gegenwart aufspüren: von Analysen algorithmischer Homophilie über Kritik an kapitalistischen creative industry clusters bis zu Ästhetiken differenziellen Clusterings in Kunst und Medien. Willkommen sind zudem Beiträge zu vernetzten Chorpraktiken, episodenhaften Ensemble-Narrativen, Relektüren ethischer Kollektivität sowie zu Clustering als kritischer Methode in Forschung und Lehre.