Befreites Wissen

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Academia.edu und die Zählbarkeit von Wissenschaft

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Abstract (deutsch) 

Academia.edu ist eine Online-Plattform, die als soziales Netzwerk für WissenschaftlerInnen und akademische Forschung konzipiert ist. Viele KollegInnen nutzen die Plattform bereits als Teil der eigenen wissenschaftlichen Praxis. Bei Academia.edu geht es für die NutzerInnen um komfortable Suchfunktionen und Zugriff auf wissenschaftliche Texte, sowie um ‹Sichtbarkeit› und Wahrgenommen-Werden. Erreicht wird dies durch die Pflege des eigenen Profils und durch das Teilen von wissenschaftlichen Artikeln, die auf die Server des Unternehmens per ‹Upload› übertragen werden.

Alles was die Plattform anbietet, funktioniert reibungslos. Sie ist ein effektives Werkzeug zum Management der eigenen Online-Präsenz als Akademiker. Dennoch wird zunehmend Kritik an der Plattform geäußert. Erklärtes Ziel von Academia.edu ist es, die Zukunft der Wissenschaft zu verändern. Nicht nur durch Vernetzung und veränderte Publikationspraxen, sondern auch durch die implementierte Logik von Rankings, Metriken und ‹participatory surveillance› nimmt die Plattform Einfluss auf die Zukunft der akademischen Arbeit. Es ist notwendig, dies als mediale und inhärent politische Herausforderung zu verstehen.

 

Abstract (english) 

Academia.edu is the most popular online platform and social network for scientists and academic research. Members can easily maintain their profiles and share academic articles via ‹upload› to the company’s web servers. It is also widely used by many media scholars as part of their research practices. Academia.edu can be used to search and find research papers, and promises to increase the visibility and reputation of its users.

Almost everything the platform promises works perfectly fine. It is an effective tool for the management of one’s online presence as an academic. Nevertheless, it provokes criticism. The ambition of Academia.edu is to change the future of scientific research. By ways of extended networking and altered practices of publication, as well as through the implemented logics of rankings, impact metrics and ‹participatory surveillance›, the platform strives to become a key player for the future of the academic production of knowledge. It is about time that we discuss the inherent political dimension of these undertakings, particularly from the point of media theory and with attention to the entanglement of power, technology and knowledge.

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