Köln / Rape Culture

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Die Darstellungen der frauenfeindlichen Gewalttaten in Köln zeigt gerade auch in dem, was in ihrer Thematisierung ausgeschlossen wird, die Ubiquität der Rape culture auch in Deutschland. Sie ist überall dort präsent, wo sexuelle und sexualisierte Gewalt in Witzen verbrämt, verschwiegen oder verharmlost als zugehörig zu unserer Kultur erscheint. Wo sind die Männer, die Politiker, Politikerinnen, die sich der Systematizität der Gewalt gegen Frauen annehmen? Die Selbstverständlichkeit, diese für Täter jeder Herkunft anzusehen? Nicht der deutsche Volkskörper muss geschützt werden, sondern jeder Mensch. Wo bleibt die CSU in der Frage danach, ob Vergewaltigung zu einem wenn nicht bayerischen, so doch in Bayern ansässigen Ritual gehört?

http://blogs.faz.net/deus/2016/10/08/feminismus-und-rassismus-neues-unge...

Weiser Mann

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Ulrike Bergermann ist seit 2009 Professorin für Medienwissenschaft an der HBK Braunschweig; zuvor SFB «Medien und kulturelle Kommunikation» Köln, Lise-Meitner-Habilitationsstipendium («Leere Fächer. Gründungsdiskurse von Kybernetik und Medienwissenschaft»), Vertretungsprofessuren in Bochum, wissenschaftliche Mitarbeit in Paderborn, Dissertation zur Notation von Gebärdensprachen. GfM-Vorstand 2007–2011, DFG-Lenkungsgremium Medienwissenschaft 5/2010–10/2017, Gründung der ZfM 2008 und Redaktionsmitglied der ZfM bis Heft 20, 2019; Gründung des Gender Blogs 2015. Schwerpunkte: Gender Studies, Postkoloniale Theorie. Publikationen etc.: www.ulrikebergermann.de

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