Formen der Magie in Zeiten realen Schreckens

Kommentare

DAs ist ein wunderbarer Beitrag! Lass uns darüber diskutieren. Aber ich denke , dass (neuheidnischen) Hexen etwas kritisch wären, was die Einbettung spirituellen Wissens in die "Wissenschaft" anbelangt: vielmehr ist ihnen wichtig, dass der Wissenschaft nicht stets die Deutungshoheit zukommt. Irgendwie ist es so, dass sie zwischen verschiedenen Interpretationsrahmen hin und her wechseln können: sprich: sie können ein Phänomen "wissenschaftlich" erklären aber eben auch "magisch": sie wechseln behänd hin und her und haben große Lust darauf.

Victoria Hegner

Ja, diese Behändigkeit ist großartig. Und das ist auch ein guter Hinweis, dass eben nicht alles an der vermeintlich eindeutig objektiven und universalen Wissenschaft gemessen werden sollte, sondern dem "anderen" auch Respekt gezollt wird - ohne Vereinnahmung. Ich finde das Vox Interview ziemlich toll, weil es der Hexe gelingt, seriöser als der Moderator zu erscheinen, der mit seinen anzüglichen "oh, magic, ich hab ein wenig Angst, aber eigentlich finde ich es albern" Bemerkungen ins Hintertreffen gerät.

Konstanze Hanitzsch

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Dr. Konstanze Hanitzsch ist Forschungskoordinatorin des Göttinger Centrums für Geschlechterforschung. Ihr neues Forschungsprojekt trägt den Titel «Postmagicscience». Sie war Kollegiatin im Graduiertenkolleg «Geschlecht als Wissenskategorie“ der Humboldt Universität zu Berlin. Publikationen u.a.: «Mit den Waffen der Väter? Niklas Frank, Thomas Harlan und Bernward Vesper im Sprachkampf gegen die nationalsozialistische Schuld ihrer Väter», in: Jesko Jockenvogel, Michael Wedel (Hg.), So etwas Ähnliches wie die Wahrheit. Zugänge zu Thomas Harlan, München 2017, 171-190; Deutsche Scham. Gender. Medien. «Täterkinder». Eine Analyse der Auseinandersetzungen von Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin, Berlin 2013.

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