Zeigt auf den Roboter und schüttelt dessen Hand

Zeigt auf den Roboter und schüttelt dessen Hand

Intimität als situativ gebundene interaktionale Unterstützung von Humanoidtechnologien

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Abstract (deutsch) 

Der Beitrag behandelt die Rolle von Intimität in Zusammenhang mit digitalen Medien anhand einer ethnografischen Studie im Bereich sozialer Robotik. Intimität betrifft in den Laboren der sozialen Robotik die situierte Unterstützung von Technologien mit ‹sozialen› Aufgaben. Es wird gezeigt, wie Roboter als soziale Objekte eingeführt werden und wie sie über diesen Prozess eine eigene agency erhalten – indem sie multimodal und multisensorisch mit menschlichen Akteuren interagieren. Grundlage der Studie sind Videoaufnahmen dieser Roboter im alltäglichen Einsatz. So wird gezeigt, auf welchen sensorischen Ebenen diese Interaktion stattfindet, insbesondere in der Koordination von Gesten, Rede, Körperorientierung, taktiler Interaktion, räumlicher Organisation und der Anordnung von Dingen und menschlichen Körpern in diesen spezifischen Laborsituationen. Diese Vorstellung von Intimität wird kontrastiert mit Mensch-Roboter-Anordnungen, in denen die Interaktion über den Blick, also distanziert, organisiert ist, was häufig in Gewalt oder Spektakularisierung resultiert. Der Beitrag zeigt, wie soziale Roboter in konkreten Begegnungen mit Menschen eingebunden sind und wie sich das auf Konzepte wie Selbst und agency auswirkt.

Die englische Version des Beitrags ist hier als Web-Extra verfügbar.
 

Abstract (english) 

This paper deals with the problem of digital media and intimacy by focusing on the domain of social robotics. Based in an ethnographic study of laboratories of social robotics, intimacy, in this context, concerns the situated maintenance of technology intended as ‹social›. The article points out how robots are enacted as social and how they gain their own agency through an intertwining of their bodies with multimodal and multisensory elements of multiparty action in specific situations of design and use. Drawing from video-recordings of everyday practice, the article indicates how this takes place in the interactional and sensory realm, focusing on coordination of gesture, talk, body orientation, tactile engagement, spatial organization and arrangements of things and human bodies in laboratory work. This idea of intimacy is contrasted with the «distance» that is characteristic of the situations where the human-robot relationship is reduced to the ocular mode and often results in violence or its spectacularization. The paper points out how considering a social robot in respect to the situation in which it is immersed and regarding those present at the scene has consequences for the commonly assumed idea of self and agency.

The English version of this article has been published as a web-extra here.

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