Un/mediales Reales

Un/mediales Reales

Über militärische Simulation und Traum

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Abstract (deutsch) 

An computergrafisch realistischen Kriegsdarstellungen gegenwärtiger und zukünftiger ‹Theaters of War› fällt insbesondere beim Quellenmaterial aus US-amerikanischen Kontexten eine eigene unwirkliche, immer wieder entgleitende Qualität auf, die als Form der ‹information warfare› selbst Aufmerksamkeit fordert. Beispiele reichen von Schlachtfeldkonzeptionen als Simulationsraum einer ‚total virtual reality’, online Computer-Shooter-Games der US-Army, neuronaler Steuerung von Waffensystemen durch Bomberpiloten oder bis zur Psychotherapie von Kriegstraumatisierten mit immersiven Kriegsszenarien. Wie wird im digitalen Medium ein vereinheintlichtes Feld von so genannter Virtualität und Realität bildgebend inszeniert? An Beispielen, wie dem DARPA-Projekt Advanved Biomedical Technology und dem Visible Human Project lässt sich die Vorführung eines rigorosen Schlafschutzes des (kapitalistischen) Traums analysieren, der vor Begegnungen mit dem Realen (Lacan) sich zu schützen sucht. Es geht darum mithilfe von „ein kleinwenig Realität“ (Lacan) in diesem Traum die un/mediale Grenze zwischen militärischer Simulation und Traum auszuloten.

Abstract (english) 

When focusing on realistic computer graphic representations of current and future the researcher often cannot help noticing an unreal, dream-like quality, especially concerning source material from U.S. contexts. This form of calls attention to itself. Examples range from battlefield concepts as ‚total virtual reality, online computer shooter games of the U.S. Army, neural control of weapon systems by bomber pilots or to psychotherapy with immersive war-scenarios. How does the digital medium allow for the staging of so-called virtuality and reality? Looking at examples such as the DARPA project Advanved Biomedical Technology and the Visible Human Project a demonstration of a rigorous defense of sleep in a (capitalist) dream can be analyzed, promising protection of encounters with the Real (Lacan). It's about using "ein kleinwenig Realität" (Lacan) to explore the un/medial border of military simulation and dream from within this dream.

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