Ein Model mit ‹Makel›

Ein Model mit ‹Makel›

Shaun Ross und die Produktion besonderer Berühmtheit in der Modewelt

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Abstract (deutsch) 

Am Beispiel von Shaun Ross, einem Model mit Albinismus, fragt der Beitrag nach den feldspezifischen und medialen Bedingungen der Produktion von ‹besonderer Berühmtheit› in der Modewelt – verstanden als Berühmtheit nicht trotz, sondern wegen eines ‹Makels›. Ross’ Berühmtheit verdankt sich zum einen seiner Funktion als Blickfang im Kontext der veränderten Aufmerksamkeitsökonomie gegenwärtiger Digitalkultur, zum anderen seiner geschickten Selbstdarstellung in sozialen Medien. Ross ist es dadurch gelungen, seinen vermeintlichen Makel in ein Markenzeichen zu verwandeln. Zum Kern der Marke gehört nicht nur ein außergewöhnlicher Look, sondern ebenfalls sozialer Aktivismus gegen die Diskriminierung von Menschen mit besonderen Körpern. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Grenzen zwischen Werbung und sozialem Engagement zunehmend verschwimmen, wird Ross zum idealen Werbepartner für virales Marketing.

 

Abstract (english) 

Taking Shaun Ross, a model with albinism, as an example, the article explores the field-specific and media-related modes of producing celebrity in the fashion world based on extraordinary corporeality. On the one hand, Ross’s celebrity can be linked to his functioning as an eye-catcher within the imaging regime of the present digital culture, which is characterized by ever shrinking attention spans, and on the other hand to his expert use of social media in terms of self-presentation. Ross has thus been able to turn his putative flaw into an asset that has since become his brand. Constitutive of this brand is not only his extraordinary look but also his social activism against discrimination of people with unconventional bodies. This makes Ross an ideal partner for viral marketing at the present moment at which boundaries between advertising and social activism are blurring.

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