Am Anfang war das Blackout

Am Anfang war das Blackout

Zur Konstruktion des Gedächtnisses in der Erfahrung des Films

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Abstract (deutsch) 

Der Beitrag sucht das Verhältnis von Materialität und Immaterialität, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit entlang Sergej M. Eisensteins Auffassung von Film als Technik der Konstruktion und Uebertragung von Gedanken zu erkunden. Ausgehend von Eisensteins «Kinomorphisierung» (Holl) des Gedächtnisses, wie er sie in seinem Essay Montage 1938 vornimmt, und einer hierfür paradigmatischen Erinnerungssequenz aus Fridrikh Ermlers Film Der Mann, der sein Gedächtnis verlor (Oblomok imperii, 1929), die ohne Eisensteins Ko-Operation nicht zustande gekommen wäre – wie von O. Bulgakowa herausgearbeitet wurde –, geht es um die Rolle des prä-semantischen Risses respektive Blackouts bei der filmischen «Einbildung» einer Ueberblendung. Darüber hinaus wird der Versuch unternommen, Eisensteins ko-operative Aesthetik mit (a) den Suture-Theorien der 70er zu vernähen, (b) Münsterbergs psychotechnischem Approach zu verschalten sowie (c) mit jenen (im-)material ghosts in Dialog zu bringen, die im postfilmic cinema die Leinwand bewohnen.

Abstract (english) 

The article explores the relationship between materiality and immateriality, visibility and invisibility in Sergej M. Eisensteins notion of film as a technique of constructing and transferring thoughts. Drawing on Eisensteins «Kinomorphisation» (Holl) of memory, as it is developed in his essay Montage 1938, and on a paradigmatic sequence taken from Fridrikh Ermlers Film Der Mann, der sein Gedächtnis verlor (Oblomok imperii, 1929), that would not have been realised without Eisensteins Ko-Operation – as elucidated by O. Bulgakowa –, the text deals with the role of pre-semantic disruptions or blackouts during cinematic suggestion («Einbildung») of a dissolve. Moreobever, the article relates Eisensteins co-operative aesthetics with (a) the suture-theories of the 70s, (b) Münsterbergs psychotechnic approach to cinema and (c) with those (im-)material ghosts, which are brought into being by the postfilmic cinema.

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